In fünf Schritten zur eigenen Website

Veröffentlicht am von Hendrik Ette

Es gibt schöne und weniger Schöne. Es gibt große und kleine. Es gibt bunte und farblose. Es gibt laute und leise. Es gibt bewegende und es gibt langweilige. Websites sind das Herz des Internets. Und sie bieten Unternehmen und Organisationen einmalige Möglichkeiten, sich zu präsentieren, Produkte und Dienstleistungen zu bewerben und Menschen zum Mitmachen oder Spenden zu animieren.

Bevor man sich in ein Internetprojekt stürzt, sollten einige Fragen geklärt und die Prozesse hinter einem solchen Projekt beleuchtet werden. Dem möchten wir uns nun widmen. Wie auch Sie zu einem professionellen Auftritt im Internet gelangen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Das sind die fünf Schritte zur eigenen Website:

1. Wahl des geeigneten Content-Management-Systems (CMS)

Zuerst einmal muss festgehalten werden, dass es neben der Installation eines CMS auch die Möglichkeit der Erstellung einer einfachen HTML/CSS Website gibt. Für eine einfache Webvisitenkarte die nicht gepflegt werden muss, eignet sich natürlich auch die Verwendung einer solchen einfachen HTML-Seite, die mit geringerem Aufwand (und somit meist auch mit weniger Geld) gestaltet werden kann.

Sobald es sich jedoch um eine Website handelt, auf der regelmäßig Inhalte ergänzt oder getauscht werden soll oder auf der mehrere Personen ohne HTML-Kenntnisse zum Beispiel Texte schreiben oder Bilder einfügen sollen, kommt man um ein CMS heute nicht mehr herum. Die Ausgangsfrage für jedes Internetprojekt ist also, was überhaupt das Ziel der Website ist, wen Sie ansprechen und was damit erreicht werden soll.

Das praktische bei CMS ist, dass es hervorragende Open-Source-CMS gibt, also quelloffene und kostenlos verfügbare Systeme. Die gängigsten sind hierbei WordPress, Drupal, Typo3 und Joomla. Für alle genannten CMS gibt es eine fülle an meist kostenlosen Plugins, mit denen man die Funktionalität beliebig erweitern kann (z.B. Foren, Gästebücher, Onlineshops, Formulare, uvm.).

 

 

Einmal installiert und eingerichtet kann ein solches System selbst von technisch wenig bewanderten Menschen einfach bedient werden. Natürlich unterscheiden sich die Systeme deutlich in ihrer Handhabung sowie im Installations- und Einrichtungsaufwand. Deshalb sollte bereits im Vorfeld geklärt werden, welche Ansprüche an eine zukünftige Unternehmens- oder Organisations-Website gestellt werden, um die Auswahl des geeigneten CMS zu erleichtern.

Kurz zusammen gefasst lässt sich sagen, dass WordPress für kleine bis mittelgroße Webseiten meist die richtige Wahl ist. Es ist schnell installiert, eingerichtet, lässt sich sehr einfach bedienen und kann ohne großen Aufwand gepflegt und betrieben werden. Auch Joomla richtet sich an die gleiche Zielgruppe, verfügt jedoch über weniger kostenfreie Plugins und nimmt deutlich mehr Zeit in der Einarbeitung in Anspruch.

Soll es jedoch ein größeres Portal mit einer Vielzahl von aktiven Benutzern und einer komplexen Rollenverteilung werden, dann sollte auch der Einsatz eines größeren Systems wie Drupal oder Typo3 in Betracht gezogen werden. Diese sind deutlich umfangreicher, jedoch auch schwerer zu bedienen und aufwändiger zu pflegen. Wir als Agentur haben uns auf WordPress und Drupal spezialisiert, da es für unsere Kunden die umgänglichsten Systeme sind und zu einer sehr hohen Zufriedenheitsrate beigetragen haben.

Hier ein kurzes Beispiel: Sie sind eine Organisation und planen den Aufbau einer neuen Website. Diese soll Informationen über die Tätigkeiten der Organisation liefern, einen Einblick in das aktuelle Geschehen geben, von 30 Personen mit Inhalt befüllt werden, einen passwortgeschützen Bereich erhalten und Dokumente zum Download bereit stellen. Dann ist zum Beispiel WordPress wie prädestiniert dafür. Wie Sie WordPress richtig einsetzen, erfahren Sie in unserem gleichnamigen Workshop im April in Berlin.

2. Welche Internetadressen und welches Webhosting-Paket?

Der nächste Schritt nach der Wahl des CMS ist das Suchen einer geeigneten Internetadresse. Zuerst einmal sollte beachtet werden, dass für deutschsprachige Internetseiten die Domain-Endung “.de” gewählt werden sollte. Sollte es eine Website sein, die mehrsprachig ist und nicht nur Deutsche Benutzer ansprechen soll, sollte die Domain-Endung “.com” gewählt werden.

Wenn beide Varianten bereits vergeben und somit nicht mehr registrierbar sein, stehen immer noch die Alternativen “.net” und für gemeinnützige Organisationen “.org” zur Verfügung. Von der Verwendung exotischer Domain-Endungen sollte aufgrund der schlechteren Auffindbarkeit im Google-Suchmaschinen-Index abgesehen werden.

In den meisten Fällen kann die Registrierung einer Internetadresse im gleichen Schritt wie die Wahl eines Webhosting-Pakets erfolgen, da in den meisten Webhosting-Paketen eine Domain bereits inklusive ist und während des Bestellprozesses ausgewählt werden kann.

Welches Webhosting-Paket das jeweils richtige ist, lässt sich nur nach genauer Betrachtung Ihrer individuellen Ansprüch festlegen. In den meisten fällen reicht jedoch ein Shared Hosting vollkommen aus. Hierbei bekommt man einen Teil der Leistung und Kapazität eines in einem Rechenzentrum befindlichen Servers zugeteilt, den man dann entsprechend der Vorkonfiguration des Servers verwenden kann. Die üblichen Webhosting-Pakete sind bereits ab wenige Euro pro Monat zu haben.

Unseren Kunden empfehlen wir zum Beispiel die Lösungen von Domainfactory, die professionelle Lösungen inklusive Domain und allen für z.B. WordPress benötigten Anforderungen für bereits unter 10,- Euro monatlich anbieten. Wichtig ist darauf zu achten, dass zum Beispiel die aktuellen Versionen der technischen Standards wie PHP oder MySQL angeboten werden, Zugriff auf die .htaccess-Datei gewährleistet wird und die weiteren für das jeweils gewählte CMS erfolderlichen Kriterien verfügbar sind.

3. Installation und Einrichtung des CMS

Nun ist es soweit und das CMS kann auf Ihrer Domain und in Ihrem Webspace installiert und eingerichtet werden. In den meisten Fällen wird dies durch eine beauftrage Agentur vorgenommen, da die korrekte Installation die Grundlage für ein langfristig stabil laufendes System ist.

Auch wenn es bei einigen Webhostern, bzw. Providern die Möglichkeit einer sogenannten “Ein-Klick-Installation” der gängigen CMS gibt, ist diese bequeme Funktion mit Vorsicht zu genießen, da man nie genau weiss, ob die Installation auch so vorgenommen wurde, wie man sie selber auch später braucht. Die Schritte bei der Installation sind bei fast alles CMS die gleichen:

1. CMS-Dateien über FTP in den Webspace laden.
2. Eine neue und leere Datenbank anlegen.
3. Über den Aufruf der gewählten Website die Installations-Routine aufrufen.
4. Alle Felder ausfüllen, Benutzer anlegen, Datenbank auswählen, etc.
5. Und fertig ist die Installation.

Nun hat man in der Regel Zugriff auf das sogenannte “Backend” des CMS, über das man mit den nötigen Administratoren-Rechten das gesamte System verwalten kann. Zu Beginn werden erst mal weitere Benutzer angelegt, Rollen und Berechtigungen vergeben, Plugins installiert, Kontaktformulare angelegt und alles, was sonst noch an Funktionalitäten so benötigt wird.

4. Design-Vorlage (Template) einspielen, einrichten und anpassen

Jetzt geht es an das äußere Erscheinungsbild Ihrer Website, das sogenannte “Frontend”. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Website die Wahrnehmung und Einstellung Ihrer Kunden und Interessengruppen gegenüber Ihrer Organisation bereits prägen, bevor diese in direkten Kontakt mit Ihnen getreten sind.

In der Regel schaut man sich heutzutage erst einmal die Website eines potentiellen (Gesprächs-)Partners an, bevor man den Telefonhörer in die Hand nimmt oder einen Besuch abstattet. Und neueste wissenschaftliche Studien haben ergaben, dass der Mensch innerhalb von 2,6 Sekunden entscheidet, ob er auf einer Website bleibt (da diese ihn Anspricht) und welcher Eindruck sich ihm von der dahinter stehenden Organisation einprägt.

Grundsätzlich sollten die Farben und Formen der Website dem des Corporate Designs der Organisation entsprechen. Wenn Sie also ein rotes Logo haben sollten, dass mit grünen Blümchen verziert ist, dann sollte nicht nur links oben in der Kopfzeile der Website das Logo platziert werden, sondern die gesamte Anmutung der Website darauf abgestimmt werden. Bezüglich des Webdesigns ließen sich hier noch viele weitere Punkte nennen, was jedoch den Rahmen des Artikels sprengen würde und wir uns diesem Thema lieber in einem separaten Artikel in einem der kommenden Newsletter widmen werden.

Nachdem nun die Farben und die Wirkung der Website hinsichtlich des Frontends festgelegt wurden, sollte eine Sitemap ausgearbeitet werden. Eine Sitemap ist eine Art Inhaltsverzeichnis der Website, die in Form einer Baumstruktur die abgebildeten Seiten strukturiert darstellt.

Nun sollten auch noch die Inhalte für die entsprechenden Seiten festgelegt werden, damit der Webdesigner weiss, an welchen Stellen er Platz für welche Art von Inhalten einrichten sollte.

Dazu gehört auch, welche Inhalte ich selbst zur Verfügung stellen kann und ob ich es mir leisten kann, Inhalte von Dienstleistern einzukaufen, wenn ich nicht über eigene Ressourcen verfüge. Denn die schickste Website nützt nichts, wenn Sie nicht gepflegt wird sondern zum Beispiel unter dem Navigations-Punkt “Aktuelles” eine Pressemeldung von vor zwei Jahren steht.

Sobald das Webdesign fertig ist und zum Beispiel als fertige *psd-Dateien übergeben wird, kann sich der Programmierer an die Arbeit machen und das Design in die entsprechende HTML/CSS/PHP-Form bringen, die das CMS benötigt. Diese Form, die auch als Template oder Theme bezeichnet wird, kann dann in das CMS geladen und installiert werden, damit es danach mit dem CMS verknüpft und entsprechend den bereits im Backend definierten Funktionen angepasst werden kann.

5. Inhalte einpflegen und veröffentlichen

Wenn nun das System feritg eingerichtet ist, die Seiten so aussehen, wie sie sollen, und alles ohne Fehler funktioniert, dann können die Inhalte in das CMS eingepflegt und veröffentlicht werden.

 

Der Artikel hat Ihnen Lust auf “Mehr” gemacht und Sie möchten gerne weitere Informationen zu diesem Thema erhalten? Dann besuchen Sie doch unseren Workshop mit dem selben Titel “In fünf Schritten zur eigenen Website“, der im April in Berlin statt findet.