Eins, zwei oder drei, Mailings? Erfolgreiche Ansprache von Geldauflagen-Zuweisern

Veröffentlicht am von Silvia Starz

120 Millionen Euro werden jedes Jahr als Geldauflagen gemeinnützigen Einrichtungen zugewiesen. Die Tendenz ist steigend. Das ist im Vergleich zum Spendenmarkt nicht viel. Und dennoch wäre es falsch, auf die Einnahmen aus Geldauflagen zu verzichten.

Da der Geldauflagen-Topf begrenzt ist und bundesweit circa 35.000 Einrichtungen um Geldauflagen bitten, stellt sich die Frage, wie man die Maßnahmen des Geldauflagen-Marketings effizient gestaltet. Da in der Justiz eine hohe Fluktuation herrscht, sind Mailings an alle Zuweiser/innenunverzichtbar. Aber wie viele Mailings sind sinnvoll?

Mit jedem Mailing lassen sich die Einnahmen aus Geldauflagen steigern. Mit jedem Mailing steigen aber auch die Kosten für die Akquise. Der Grundsatz der Sparsamkeit gebietet es, das Verhältnis von Aufwand und Einnahmen so auszubalancieren, dass ein möglichst hoher Betrag für die gemeinnützige Arbeit übrig bleibt. Schon ein zweites Mailing an alle Zuweiser/innen pro Jahr kann den Ertrag des Geldauflagen-Marketings unverhältnismäßig reduzieren. Effizienter als zahllose Mailings an die Richter/innen, Amts- und Staatsanwälte/innen ist gezielteres Vorgehen. Wie z.B. die Reaktivierung der bestehenden Zuweiser/innen, die länger als drei Monate keine neue Zuweisung an die Nonprofit-Organisation veranlasst haben. Hoch wirksam ist auch die Nutzung jeder Meldung eingegangener Zahlungen als ein Minimailing. Das schafft Bindung und Ertrag.

Fazit: Manchmal ist weniger mehr. Dies gilt auch für die Akquise von Geldauflagen. Statt eines zweiten, dritten oder gar vierten Mailings sind direkte Bindungsmaßnahmen mit den bestehenden Zuweiser/innen ertragreicher.

 

Autor Heiko Kleyböcker bringt langjährige Erfahrung im Bereich Geldauflagenmarketing mit. Er wird die Leser  über Neuigkeiten und Trends auf dem Laufenden halten. www.kleyboecker.de